Home > (Polski) Obóz i muzyka > STALAG VIII A – das ehemalige internationale Kriegsgefangenenlager

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Das Kriegsgefangenenlager Stalag VIIIA (Stammlager für kriegsgefangene Mannschaften und Unteroffiziere) befand sich in der Zeit des Zweiten Weltkrieges im heutigen Zgorzelec (ehemals Ostteil von Görlitz).

Zunächst wollte man das Lager in Reichenbach / Oberlausitz bauen, aber man beschloss, es im 10 km entfernten Görlitz zu errichten. 1939 gab es auf dem Niederschlesien-Gebiet  drei Stammlager: in Görlitz das Lager VIII A, in Lamsdorf (Łambinowice) VIII B und in Sagan (Żagań) VIII C. In den nächsten Jahren wurden noch drei weitere Stalags errichtet. Das Lager in Görlitz bestand bis zum 7. Mai 1945. Das Stalag VIII A umfasste folgende Landkreise: drei in den Sudeten-Braunau, Trautenau, Hohenelbe, Rothenburg, Bunzlau, Habelschwerdt, Reichenbach, Jauer, Hirschberg, Glatz, Lauban, Löwenberg, Neumarkt, Strehlen, Schweidnitz, Waldenburg, Frankenstein, Görlitz und Goldberg.

Das Stalag VIII A befand sich in der Nähe eines militärischen Übungsgeländes der Wehrmacht. Die Soldaten konnten Wache halten und im Falle eines Aufstands behilflich sein. Zunächst wurden die Gefangenen im Durchgangslager an der Leopoldshainer Straße (ul. Lubańska) untergebracht. Dort schliefen sie in Zelten. Tagsüber bauten sie Baracken in Görlitz-Moys. Man wollte dort 3.000 „feste“ Gefangene und 200 Dienstpersonen unterbringen. Zeitweise hielten sich dort aber 15.000 Personen auf.

Im Nebenlager befanden sich: Badeanstalt, Poststelle, Sanitärbaracken, Gefängnis, Desinfektionsbaracke.

Im Hauptlager befanden sich: Baracken (zuerst Holz- später gemauerte Baracken, Maße: 30m x 10,6m x 10m), zwei Küchen (eine separate für sowjetische Kriegsgefangene), Strafbaracke, Strafbaracke, Theaterbaracke, Bibliothe, Allgemeine Toiletten (Latrinen), Kapelle, Sportplatz.

In das Lager führten zwei Eingänge, ein Ost- und das Westtor. Die Tore standen unter Strom, was durch Warntafeln signalisiert wurde. Die Baracken bestanden aus 25cm dicken Ziegeln und hatten ein flaches Satteldach, das mit Dachpappe gedeckt war, und Ziegelfußböden.  In dem neu errichteten Lager waren am Anfang vor allem polnische Soldaten untergebracht. Sie stellten eine riesige Mehrheit unter 10.000 Gefangenen des Görlitzer NZ-Lagers dar.

Vom Frühling bis Juni 1940 wurden die meisten der polnischen Gefangenen in andere KZ-Lager im Westen des Reiches verlegt.  Im Sommer wurden belgische und französische Truppen (20.000)  im Görlitzer Stalag untergebracht. Im Mai 1941 kamen ca. 2.300 jugoslawische Kriegsgefangene ins Lager. Im Januar 1942 kam der erste Transport der sowjetischen Kriegsgefangenen, dessen Zahl bis September 1943 auf 20.000 stieg. Im Herbst 1943 kamen im Stalag die Briten als neue Nationalität hinzu. Damals wurden die Einwohner der Britischen Inseln, Neuseelands, Australiens und Südafrikas dazu gezählt (insgesamt 3.000 Soldaten).

Nach dem Sturz von Benito Mussolini und dem Übertritt Italiens zur Antihitlerkoalition kamen über 6.000 italienische Gefangene im Lager an. 1944 kamen Aufständische in das Lager: Soldaten des Warschauer Aufstands sowie Slowaken, die am Slowakischen Nationalaufstand teilnahmen. Im Januar 1945 kamen 1.800 Amerikaner nach Zgorzelec, die von anderen NZ-Lagern verlegt wurden. Am 10. Februar 1945 wurde das Stammlager zum großem Teil evakuiert. Die Gefangenen marschierten zu Fuß täglich bis 30 km. Der Weg führte nach Meißen, wo die ersten Häftlinge nach einer Woche angekommen sind und unter schwierigen Bedingungen die Elbe überquerten.

Dort wurden die Gefangenen aus Lamsdorf und Görlitz in zwei Gruppen aufgeteilt: Im Lager blieben noch viele sowjetische Gefangene, 217 polnische Soldaten aus Tangerhutte, Gefangene, die am slowakischen Aufstand teilnahmen, eine französische Strafkompanie, ein jugoslawisches Strafkommando sowie kleinere Gefangenengruppen anderer Nationalitäten. Am 7. Mai 1949 fand die letzte, drei Tage lang dauernde Evakuierung der Kriegsgefangenen zu Fuß statt.

Die sowjetische Armee befreite diese Gefangenen auf dem Gebiet der Tschechoslowakei. Im Lager blieb nur ein Teil von schwer kranken Gefangenen.


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